The Metal Diaries

RAMMSTEIN — 22.11.11 — Olympiahalle MÜNCHEN

by on Nov.24, 2011, under Konzerte, Musik

Vor­spiel:
Die­ses Mal wurde der Ticket-Kaufstress umgan­gen indem eine LIFAD-Mitgliedschaft bean­tragt wurde. Außer­dem wollte ich nach dem letz­ten Publi­kums­de­sas­ter auf jeden Fall Innen­raum­kar­ten haben, um nicht dem Ober­rang beim “Sit­zen” zuschauen zu müs­sen. Eine über­zäh­lige Karte wurde dann inklu­sive der kos­ten­pflich­ti­gen Umper­so­na­li­sie­rung (!) noch für 205 € auf ebay ver­tickt. Das konnte dann wenigs­tens die 490 Km Anreise finan­zi­ell etwas abpuf­fern. Zumal zunächst keine “Hin-/Zurück” Aktion geplant war, son­dern ein schö­nes lan­ges WE in Mün­chen. Hätte Ramm­stein nicht die geniale Idee gehabt, den Auf­tritts­ter­min auf den “Toten­sonn­tag” zu legen, so dass das Kon­zert kurz vor­her durch die bay­ri­sche Lan­des­haupt­stadt umge­legt wurde. So -> Di …

Kon­zert:
Anreise und rein­kom­men voll­kom­men pro­blem­los. Glich schon eher ´nem Thea­ter­be­such. Auch das Publi­kum ent­sprach in wei­ten Tei­len dem Durch­schnitts­al­ter der Band­mit­glie­der und es war “alles” dabei. Von der Mutti mit Opern­glas, über die Hells Angels Rocker (die ich gerne mal auf die lächer­li­che Kombi aus Leder­kutte, Tennie-Jeans und wei­ßen Poser-Turnschuhen ange­spro­chen hätte… naja, lie­ber nicht) bis hin zur unver­hoff­ten Szene-Prominenz in Form von Alex von Eis­bre­cher (oder auch der Che­cker von DMAXX) der plötz­lich hin­ter einem stand. Zumin­dest unser Platz rela­tiv nah rechts­sei­tig der Bühne wurde uns nicht strei­tig gemacht und los ging´s mit den “Death­stars”. Irgend­wie optisch eine Mischung aus Tokio Hotel meets Mari­lyn Man­son. Gefäl­li­ger manch­mal ner­vi­ger Indus­trial Metal, nicht mein Ding. Zumal man die Mucke auch mit 3 anstatt 5 Mann hätte spie­len kön­nen. Dar­über hin­aus kamen die reich­hal­ti­gen Synthie-Parts sowieso vom Band. Das Geschlecht des Wesens am Bass werde ich sicher­heits­hal­ber noch mal goog­len… ein­zi­ger erin­ne­rungs– aber nicht denk­wür­di­ger Augen­blick: als der Sän­ger eine inter­es­sante Frage ans Publi­kum stellte “Do you want to des­troy swe­dish female ?” …ähh ja… tschüss die Her­ren und Platz für die Umbau­pause.
Das Licht geht aus und ein gro­ßer Metall­steg um nicht zu sagen Endzeit-Catwalk wird über dem Publi­kum von der Decke abge­senkt. Er reichte von der Bühne bis zu den Mischer­leu­ten im hin­te­ren Bereich des Innen­raums, deren Arbeits­platz plötz­lich inner­halb eines Podests ver­schwand. Ein­zug der Band über einen Sei­ten­ein­gang durch die Menge in Form einer Pro­zes­sion mit Fah­ne­trä­gern und Fackel bis zum Podest und über den Steg bis zur Bühne. Dort ent­fachte Oli­ver eine Feu­er­schale. Aha, wohl eine kleine Hom­mage der Band an die Loca­tion 😉 und gleich­zei­tig der unspek­ta­ku­lärste Teil der ansons­ten rie­si­gen Pyro­show… (wenn auch der ein­zig Neue) Ers­ter Song “Sonne”. Danach gab´s viel von den alten Schei­ben dafür nur wenig von LIFAD auf die Ohren. Sound­mä­ßig ziem­lich gut. Dies­mal hab ich die Ohr­stöp­sel aber drin gelas­sen, was bei den ver­hält­nis­mä­ßig vie­len Knall­ef­fek­ten auch eine prima Idee war. Alles in allem eine super best-of Show. Bis hin zu den alten Show­ele­men­ten wie Tills sprit­zen­der Plas­tik­phal­lus, den bren­nen­den Mikro­fon­stän­dern und dem obli­ga­to­ri­schen Schlauchboot-Ritt über die Menge. Die lieb­ge­won­nen Tra­di­tio­nen halt. Sehr schön auch, dass ein Teil des Kon­zerts spä­ter auf das kleine Podest gegen­über der Bühne ver­la­gert wurde. Dies­mal volle 2 Stun­den gute Unter­hal­tung “Made in Ger­many“ ! Zum Abschluss noch einer der weni­gen nahezu “per­sön­li­chen” Momente der Band. Eine kurze Into­nie­rung von “Bay­ern des samma mia” (was dem Youtube-Video Urhe­ber bestimmt wie­der vor Freude Pur­zel­bäume schla­gen lässt 😉 ) Ein­zig der aktu­elle Song “Mein Land” wurde nicht gespielt.

Wehr­muts­trop­fen die­ses Mal: auch der Innen­be­reich ist kein Garant für bewe­gungs­wil­lige Men­schen. Viel­mehr waren wie immer oft­mals eher Kame­ras und iPho­nes statt der Arme in der Luft, um das Gesche­hen für die unin­ter­es­sierte Nach­welt zu archi­vie­ren. Naja, ging trotz­dem gut ab 😉

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KNORKATOR — 30.09.11 — Capitol Hannover

by on Nov.24, 2011, under Konzerte

Vor­spiel:
Knor­ka­tor erklärt den Rück­tritt vom Rück­tritt und plant eine Deutsch­land Tour. Zunächst als 77 Minu­ten Pro­gramm… nach Ver­öf­fent­li­chung des neuen Albums “Es werde Nicht” auch als „Ü-77“. Das Album selbst ist kein musi­ka­li­scher Mei­len­stein aber auf der extended-Version (mit Zwi­schen­kom­men­ta­ren von Alf Ator) erfährt man wenigs­tens, dass die meis­ten Songs von Sin­gle B-Seiten, Son­der­edi­tio­nen und Tribute-Samplern stam­men d.h. schon mal ver­öf­fent­licht wur­den. Ein paar neue Songs gibt´s natür­lich auch und als Bon­bon gleich noch drei ultra-low-budget (nicht ganz ernst gemeinte) Musik­vi­deos feat. Till Lin­de­mann, Rum­mels­nuff, Tim­tom und Stum­pens Klon.

Kon­zert:
10 Minu­ten vor Kon­zert­be­ginn im Capi­tol ein­ge­trof­fen und guten Platz beim Mischer bekom­men. Trotz­dem (ange­nehm) voll und gute Stim­mung. Ers­tes Plus: es gab keine Vor­band ! Dafür aber eine auf der Bühne instal­lierte Lein­wand, die eine live-Schaltung zum Auf­ent­halts­raum back­stage zeigte. Dort konnte man der Band gemüt­lich beim Bier­chen trin­ken zuse­hen, bis alle Band­mit­glie­der nach und nach den Raum ver­lie­ßen und die Uhr an der Wand den Count­down zum Show-Beginn lie­ferte. Sehr wit­zige Idee. Da weiß man wenigs­ten immer wann´s los­geht 😉
Knor­ka­to­res­kes Büh­nenout­fit: Buzz Dee wie immer in komi­schen Anzug, dies­mal a la 70er Disco­pimp, nebst obli­ga­to­ri­sche Son­nen­brille sowie bren­nen­der Kippe im Mund­win­kel. Alf Ator in sei­ner Lieb­lings­rolle “Vater von Gott” im wal­len­den Guru-Gewand nahm den Platz in sei­nem futu­ris­ti­schen Key­board­stän­der ein, der ein wenig an ein “Rhön­rad” erin­nerte. Zur Live Beset­zung gehö­ren der­weil noch Drum­mer Nick und Bas­ser Rajko, der wohl zur Ber­li­ner allround-Clique gehört und angeb­lich auch der Initia­tor der Band­rück­kehr war. Last but not least: Stum­pen. Zunächst hüllte er sich noch in einen sil­ber­nen glän­zen­den Ganz­kör­pe­ran­zug, sprang aber dann den Groß­teil des Kon­zerts (wie gehabt) extak­tisch in sei­nem Lieb­lings­ba­de­an­zug über die Bühne. Viele Klas­si­ker, guter Sound und ein text­si­che­res Volk erfreu­ten das Fan-Herz. Zu den High­lights der Per­for­mance gehörte auf jeden Fall die Kon­trolle über das Publi­kum: Kommando-Pogo, Mas­sen­hand­stand und sogar eine bezahlte Zugabe (wenn auch schmerz­haft für die Musi­ker…). 5 Songs gab´s oben­drauf. Schö­nes Konzert !

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Anvil, 06.07.2011 Gleis22, Münster

by on Jul.07, 2011, under Musik

Dies wird ein sehr sub­jek­ti­ver Bericht 😉

Manch­mal, wenn man ohne Erwar­tun­gen zu einem Kon­zert geht, wird man posi­tiv über­rascht. Ich wurde es an die­sen Abend nicht…

Anvil ist mir dann doch viel zu sehr 80er, ein­fach nicht meine Musik. Aber ich glaube es gab Leute auf dem Kon­zert, die es toll fanden.

Das posi­tive an der Band ist, dass man denen noch ansieht, dass die wirk­lich Spaß haben und nichts geküns­tel­tes ist.

Fazit: Ich bin vor den Zuga­ben raus gegan­gen, hab mich lie­ber drau­ßen unter­hal­ten und Anvil haben einen net­ten Tourmanager.

 

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